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Ein solares Großkraftwerk aus Folien

HELIOVIS AG

Es beginnt mit einem kleinen, Sonnenlichtkonzentrator für thermische Solarkraftwerke, entwickelt von dem jungen österreichischen  Unternehmen HELIOVIS zusammen mit der Technischen Universität Wien: Der HELIOtube besteht nicht wie üblich aus Stahl, Glas und viel Beton, sondern aus leichten und marktüblichen Kunststofffolien. Die Kostenreduktion gegenüber derzeit gängigen Solarfeldern beträgt bis zu 50 %, denn der Konzentrator kann zentral in einem einzigen Prozessschritt gefertigt, zusammengerollt und vor Ort aufgeblasen werden.

Aber es geht auch größer, denn nun ist ein solares Großkraftwerk aus Folien in Planung: ressourcenschonend und kostensparend dank des geringen Materialeinsatzes und einfacher Logistik. Durch schlichtes Aufblasen erhält der HELIOtube eine hohe mechanische Stabilität.

Das Hochskalieren auf gewaltige Ausmaße von bis zu 14 m Durchmesser und 200 m Länge pro Schlauch stellt die technisch größte Herausforderung bei der Entwicklung dar. Prinzipiell wachsen die Vorteile der HELIOtube jedoch mit: Je größer der Durchmesser, desto geringer der Druck, der zum Spannen der Folien benötigt wird, und desto stabiler wird die Konstruktion. Entscheidend ist letztlich die Standortwahl für das Kraftwerk: Viel Sonne muss es geben, und so sind die heißesten Kandidaten für das ab 2014 zu erbauende thermische Demonstrationskraftwerk die südliche USA, Spanien und die arabische Halbinsel.