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77 GHz 4-Kanal Transceiver auf SiGE:C Basis

DICE GmbH & Co KG

Bisher waren Frequenzen im mm-Wellenbereich (>30 GHz) eine Domäne von teuren spezialtechnologien wie Galliumarsenid (GaAs). Nach einer Entwicklungszeit von rund fünf Jahren und trotz größter internationaler Konkurrenz gelang es nun dem oberösterreichischen Unternehmen DICE, den weltweit ersten hochintegrierten 77 GHz 4-Kanal Radar-Transceiver zu demonstrieren. Als Teil der RASIC™ Produktfamilie basiert er auf einer Silizium-Germanium (SiGe:C)-Fertigungstechnologie mit einer Transitfrequenz
von 200 GHz und stellt einen bedeutenden Fortschritt im Bereich kosteneffizienter Radarsensoren für Kraftfahrzeuge dar. Diese Technologie ermöglicht im Gegensatz zu GaAs-Bauteilen einen wesentlich höheren Integrationsgrad und damit eine kostengünstigere
Herstellung. Dieser höhere Integrationsgrad erlaubt neue konzeptionelle Ansätze im Bereich der mm-Wellen-Transceiver für Radarsensoren und damit die Marktführerschaft in diesem Segment, das als Schlüsseltechnologie für zukünftige Fahrerassistenzsysteme gesehen wird. Die hohen Kosten der Radarsensoren verhinderten bisher einen Einsatz in der
Mittel- und Kompaktklasse. Gerade in diesem Fahrzeugsegment wird jedoch die aktive Sicherheit immer wichtiger, weshalb der
vermehrte Einsatz speziell bei Elektroautos ein Fokusthema ist. Zusätzlich wurden integrierte Testkonzepte entwickelt, welche es
erstmals erlauben, die Funktionalität des Radar-Sensors auch im Feld zu überwachen. Diese Überwachungsfunktion ebnet den Weg
für den Einsatz der Radarsensorik in sicherheitskritischen Applikationen wie z.B. der autonomen Notbremsung. Die Radarsensorik bildet die Kerntechnologie im Bereich der Fahrerassistenzsysteme. Einer ihrer großen Vorteile ist der komplementäre Charakter
zur menschlichen Wahrnehmung. Optische Systeme sehen immer ein sehr ähnliches Bild der Umgebung wie unser Auge selbst. Die Radartechnik jedoch funktioniert auch bei Beeinträchtigung der optischen Wahrnehmung einwandfrei.